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Newsletter-Archiv2012Newsletter 10/2012

Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS BERLIN,

der goldene Oktober erwartet uns neben strahlendem Sonnenschein mit zahlreichen Veranstaltungen, die das Herz aller höher schlagen lässt, die Skandinavien lieben.

Zuerst meldet sich - lang ersehnt – der NORDISCHE FILMKLUB aus der Sommerpause zurück und legt sogleich einen fulminanten Start hin. Mit Upperdog geht’s am 31. Oktober im NORDISCHEN FILMKLUB nach Oslo, wo zwei Geschwister leben, die in völlig verschiedenen Welten aufwachsen und sich nach Jahren der Trennung das erste Mal begegnen.

Der erstmals am 10. Oktober gezeigte Film „Dirch – A funny man“ wird ein weiteres Mal zu einem späteren Zeitpunkt im Programm zu sehen sein. Der Termin dafür steht allerdings noch nicht fest. Wir werden Sie sobald wie möglich über den zweiten Vorführungstermin informieren. Und wir bitten natürlich um Entschuldigung - für das späte Erscheinen des Programms des NORDISCHEN FILMKLUBS, der aber auch diesmal wieder formidables Kino aus dem Norden zeigt. 

Außerdem lädt das KULTURHUS BERLIN erneut zum Stadtrundgang „Säufer, Künstler und Gelehrte“ ein, der sich mittlerweile zu einer schönen Tradition entwickelt hat.

Der Oktober bietet überdies die Möglichkeit, Ausstellungen zu entdecken, Konzerte, Theaterstücke und Festivals zu besuchen und neue Literatur aus dem Norden kennenzulernen. Wer es lieber ruhiger angehen lassen möchte, kommt ebenfalls  voll auf seine Kosten. Das Fernsehprogamm zeigt die dänische Olsenbande, zahlreiche Filme aus Mankells Wallander-Reihe sowie viele andere spannende Spielfilme aus dem schönen Norden.

Wir wünschen Ihnen einen abwechslungsreichen Oktober und weisen zum Schluss noch darauf hin, dass unsere Homepage am Ende des Monats einen neuen Anstrich bekommt. Die Adresse bleibt aber dieselbe. Sie dürfen gespannt sein!

Ihr
KULTURHUS BERLIN

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein: NORDISCHER FILMKLUB und mehr

Upperdog

1.1 Nordischer Filmklub

Willkommen im NORDISCHEN FILMKLUB 2012/2013!

Manchmal ist das Leben so komisch, dass man nicht drüber lachen kann. Es ist absurd, gemein und unklug und manchmal auch zu schön. Für uns und diese komische Welt hat das nordische Kino traditionell ein ganz besonderes Gespür. Denn genau das ist sein Gegenstand: das menschliche Format. Nordisches Kino erlaubt den Zweifel. Und es bringt uns damit dann doch oft unverzweifelt zum Lachen. Filme aus dem Norden können das besonders gut, denn sie tun es mit Intelligenz und Mitgefühl, mit großem Herz und bösem Humor. Wärme nicht mit Kitsch, Witz nicht mit billiger Häme zu verwechseln, ist die schöne, für den Norden typische Filmkunst.

Mit einer „ehrwürdigen Einrichtung wie dem NORDISCHEN FILMKLUB“ (Tagesspiegel) hat nordisches Kino seinen festen Platz im Kulturleben Berlins. Auch in der nunmehr achten Saison feiern wir neue Filme aus dem Norden und zeigen aktuelles skandinavisches Kino, das in Deutschland ansonsten nicht zu sehen ist: Übermenschliches aus Island oder Psychiotisch-Realistisches aus Dänemark, Heimatliches aus Schweden oder Familiäres aus Norwegen und Finnland.

Wir freuen uns, dass mit jedem Jahr, mit jeder Saison unser Publikum weiter wächst und zu unseren vielen treuen Stammzuschauern immer neue Filmbegeisterte hinzukommen. Das bestätigt unsere langjährige Programmarbeit und ist für uns eine große Anerkennung. Wir danken all unseren Gästen dafür und freuen uns auf eine neue gemeinsame Saison und viele gute Filmabende im Felleshus der Nordischen Botschaften.

Herzlich willkommen!

Ihr Team vom NORDISCHEN FILMKLUB

31. Oktober 2012 | 19 Uhr
Upperdog
NO 2009 | R Sara Johnsen | 100 min | OmeU
Mads Sjøgård Pettersen, Agnieszka Grochowska, Hermann Sabado, Bang Chau

Als kleine Kinder kommen Axel und Yanne nach Norwegen. Sie werden adoptiert, gleich nach ihrer Ankunft trennen sich die Wege der beiden. Materieller Wohlstand im Osloer Westen für ihn und ein Durchschnittsfamilienleben im Osloer Osten für sie. Daß sich die Geschwister nach Jahren wiedersehen sollen, ist eine gutgemeinte, aber vielleicht nicht ganz so gute Idee. Ein von der Kritik hochgelobter Film über das moderne Norwegen.

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1.2 Stadtrundgang "Säufer, Künstler und Gelehrte"

14. Oktober | 11.00 Uhr | Hauptportal des Berliner Doms am Lustgarten

Von Andersen bis Strindberg haben zahlreiche namhafte skandinavische Künstler und Intellektuelle Berlin besucht und im Kulturleben der Stadt für Furore gesorgt. Für etliche von ihnen wurde Berlin zum Sprungbrett ihrer internationalen Karriere. – Unser Rundgang folgt den berühmten Besuchern aus dem Norden durch Berlins historische Mitte. Entlang erhaltener Gebäude und Spuren führt die Reise durch Originaltexte, Tagebucheinträge und Briefe – ein Blick durch das Schlüsselloch der Berliner Kulturgeschichte. Wenn Sie glauben, über Berlin sei bereits alles gesagt, lassen Sie uns erzählen!

Preis: 9,00 EUR/ erm. 6,00 EUR
Anmeldung erbeten:
stadtrundgang (at) kulturhus-berlin.de oder Tel. 030-20 93 49 52

 

2 Interview: "Das Beste aus zwei Welten"

Jakob Chammon

Im August öffnete die erste Deutsch-Skandinavische Gemeinschaftsschule in Berlin. Dazu sprach das KULTURHUS Berlin mit Jakob Chammon, dem Schulleiter der DGS.

KULTURHUS BERLIN: Wie groß ist die Resonanz auf Ihre Schule, konkret, wie viele Anmeldungen konnten sie bisher entgegennehmen?

Wir haben zurzeit 33 Kinder an der Schule, was allerdings in keinem Verhältnis zur der Resonanz steht, die unsere Schule täglich erfährt: Viele  Eltern rufen an und erkundigen sich. Oft haben sie aus der Zeitung oder von Bekannten erfahren, dass es jetzt eine Deutsch-Skandinavische Schule in Berlin gibt: Und das macht sie neugierig.
Natürlich gehört zu der Entscheidung, ein Kind auf eine Schule in Neugründung zu geben, auch immer Mut – manche fassen da schneller Vertrauen, andere warten ab und bleiben zögerlich. Aber das ist okay. Wir sind auf dem Weg, und es werden mehr und mehr Eltern und Kinder, die diesen Weg gerne mitgehen und mitgestalten möchten.
Was den größeren Kontext angeht, wie etwa die Bildungslandschaften Berlins und Skandinaviens: Auch da ist das Interesse ausgesprochen groß! Vor kurzem war die Schule etwa eingeladen, sich vor dem Nordischen Rat zu präsentieren, und das Funkeln in den Augen der Kultur- und Bildungspolitiker dort ist mir noch jetzt lebhaft in Erinnerung.
Aber auch Berlin steht hier den Skandinaviern in nichts nach: In der Gründungsphase der Schule erfuhren wir jede Menge Unterstützung und ein wirklich gut ausgeprägtes Verständnis für das und Interesse am skandinavischen Bildungsmodell und den Impulsen, die von diesem ausgehen können - auch für die Schullandschaft Berlins.   

KULTURHUS BERLIN: Wie groß ist der Anteil der jeweiligen Muttersprachler? Haben Sie den Eindruck, dass vornehmlich Eltern und Kinder mit deutscher Muttersprache skandinavische Pädagogik-Konzepte entdecken möchten?

Die meisten Kinder an unserer Schule sind tatsächlich im Moment noch zweisprachig, entweder durch einen skandinavischen Hintergrund der Mutter oder des Vaters. Manche sind dabei stärker im Deutschen, andere stärker in einer skandinavischen Sprache verankert. Für die deutsch-skandinavischen Eltern ist das sprachliche Angebot an unserer Schule sicher wichtig, aber nicht minder entscheidend ist die besondere Pädagogik, die an der DSG zuhause ist.
Es gibt drei Schüler und Schülerinnen, die an ihrem ersten Schultag nur deutsch sprachen – für ihre Eltern war wohl der Wunsch nach einer Pädagogik, wie sie an unserer Schule gepflegt wird, so zentral, dass kein Weg vorbeiführte.
Wir hoffen, dass noch viel mehr Berliner Eltern entdecken werden, dass die DSG natürlich allen Kindern der Stadt offen steht und über das Sprachliche hinaus viel zu bieten hat.
Leider ist es uns nicht gelungen, von Anfang an auch eine deutsch-norwegische Linie an der DSG zu eröffnen - obwohl wir zumindest einige angemeldete Kinder auch hier hatten. Das waren aber zu wenige, als dass wir einen guten Sprachunterricht auch für diese Kinder hätten gestalten können. Abgesehen davon: Auch bei der Suche nach norwegischen Lehrkräften waren wir im Sommer einfach zu spät dran. Aber das wird noch alles, bald!

KULTURHUS BERLIN: Ihr Fazit?

Man kann sagen, dass es 15 Kinder mit schwedischem und 15 Kinder mit dänischem Hintergrund gibt, die zurzeit an der DSG unterrichtet werden, darunter acht Kinder aus Dänemark, die sich Deutsch als Fremdsprache erst noch erobern müssen, und drei Kinder, die umgekehrt ins Skandinavische hineinwachsen. Gerade in den unteren Klassen ist ein Einstieg in eine zweite Sprache noch besonders gut zu bewältigen, mit entsprechender Arbeitsbereitschaft und enger Begleitung aber auch später noch gut möglich.   

KULTURHUS BERLIN: Welche Wünsche und Hoffnungen verbinden Sie mit der neuen Schule und welche Erfahrung sollen sowohl Kinder als auch Eltern mit Ihrer Schule verbinden?

Für alle, die an dieses Schulprojekt in den letzten zwei Jahren geglaubt haben, gab es eine verbindende Vision: Wir wollten zwischen Deutschland und Skandinavien eine Brücke bauen, auf der sich unsere, aber auch andere Berliner Kinder das Beste aus zwei Welten aneignen können.
Was das sein könnte? Vielleicht geht es hier grundlegend zunächst einmal um Erfahrungen und Anregungen, die Kinder ermuntern soll, Vertrauen in diese Welt zu setzen und für diese Verantwortung zu übernehmen. Es geht darum, verschiedene Gepflogenheiten und Muster aus zwei Kulturen anzubieten, die einem helfen, sich in dieser Welt zu orientieren und eigene Werte zu entwickeln - beides auch vor dem Hintergrund unserer modernen Wissens- und Mediengesellschaft.
Wir haben uns erst kurz vor dem Schulstart auf den Berliner Rahmenlehrplan festgelegt, in den nun Lernstoff aus den skandinavischen Lehrplänen ergänzend eingebettet wird. Die Fächer Dänisch, Schwedisch und Norwegisch folgen dagegen eins zu eins den skandinavischen Vorgaben.
Das alles zusammen zu führen, ist in der Tat eine kleine Herausforderung. Aber die DSG ist für diese Schulentwicklungsreise gut gerüstet und aufgestellt: Wir haben engagierte Lehrer und wunderbar neugierige Schüler an Bord. Wir haben ein pädagogisches Konzept, das auf Offenheit und Teamgeist setzt und sich mit unsinnigen Prinzipen nicht lange plagt: Ein Lehrer, eine Klasse, eine Stunde, ein Fach - so mittelalterlich wird bei uns natürlich nicht unterrichtet! Und zu guter Letzt ist unser großer Trumpf, wie ich glaube:
Die DSG hat eine klare Leitidee. Das ist die skandinavische Pädagogik, auf die hier gebaut wird - mit all ihren Vorzügen. Ob es nun um Demokratie und Mitbestimmung im Schulalltag geht oder um das Recht, beim Lernen immer auch von sich selbst, den eigenen Fähigkeiten und Interessen, auszugehen.  
Eine Schule, die Kinder wirklich ernst nimmt - kann die scheitern?

Interview: Christian Köhring

3 TIPPS & TERMINE: Der NORDEN in Berlin

3.1 Literatur

seit 1. Oktober in Deutschland erhältlich
Am Abend des Mordes - Håkan Nesser (Schweden)

Roman. Aus dem Schwedischen von Paul Berf
480 Seiten | 19,99€
Auch als Audio-CD (gelesen von Dietmar Bär) und e-book

Das große Finale der Barbarotti-Serie!
Wird Barbarotti kaltgestellt? Aufs Abstellgleis befördert? Nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit privaten Problemen beschäftigt, erhält er von seinem Vorgesetzten die Anweisung, sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers zu beschäftigen, als er wieder seinen Dienst antritt. Nicht nur Kollegin Backman fragt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Und zunächst sieht es auch ganz so aus, als sei Barbarotti nun zum Spezialisten für sogenannte »kalte Fälle« geworden, denen man nur routinemäßig nachgeht. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens lebte besagter Elektriker nämlich mit einer Frau zusammen, die bereits einmal einen Mord begangen und dafür elf Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Doch ohne Leiche keine Mörderin. Beweisen konnte man ihr in diesem Fall nichts. Gunnar Barbarotti tut das, was er am besten kann: Er ermittelt. Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen setzt er zusammen, und als er schließlich begreift, was gespielt wird, hat das weitreichende Konsequenzen ...

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13. Oktober | 15.00 Uhr | Finnland-Zentrum
Literaturcafé

Karin Kunz-Toivonen ist Gast des Literaturcafes. Die in Tampere lebende Kunz-Toivonen liest aus ihrem autobiografischen Roman „Wanderer zwischen drei Welten“ Kunz-Toivonen beschreibt in ihrem Roman
Ihre Kindheit in der DDR, ihre Jugendjahre in der BRD der 50er Jahre und ihr Leben in Finnland, wohin sie Anfang der 60er Jahre gezogen ist.

Finnland-Zentrum e.V.
Schleiermacherstraße 24a
10961 Berlin
www.finnlandzentrum.de

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14. Okotber | 12.00 Uhr | Galerie KunstBüroBerlin
Musikalische Lesung von August Strindbergs Märchen

"Ich bin ein Teufelskerl - und das auf vielen Gebieten", so soll sich der schwedische Dramatiker, Romancier, Lyriker, Maler, Publizist selbst charakterisiert haben. So kennt die Welt den vor hundert Jahren verstorbenen literarischen Wegbereiter und Neuerer: Provokant, als Chronist hochdramatischer persönlicher Krisen, als politischen Polemiker.

Bei dieser Matinée begegnet uns der Poet, der Verfasser von Fabeln und Märchen. In wunderbar leichtem Ton erzählt er auch hier von der Unbeirrbarkeit der Liebe, deren Kraft Gebirgsmassive überwindet, von Trauer, Verlust und Alpträumen, aber auch von der Mittsommernacht, von versunkenen Klavieren und hochmütigen Opernsängerinnen... Geschichten wie von einem Hans Christian Andersen, grotesk-realistisch, verrückt und wahr.

Galerie KunstBüroBerlin
Uhlandstraße 162
10719 Berlin
www.gesprochenes-wort.de

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23. Oktober | 20.00 Uhr | Buchhandlung Pankebuch
Buchpremiere "Kopfloser Sommer" (Dänemark) und Lesung mit Erling Jepsen 

 “Kopfloser Sommer” ist ein spannungsreicher, intelligenter Familienroman; der Autor versteht es meisterhaft, uns mit den »geheimnisvollen Zusammenhängen zwischen Schrecken und Genuss, Scheußlichem und Schönem, zwischen Idylle und Unheimlichem« (»Nordjyske«) zu konfrontieren.

Die Premiere des neues Romans von Erling jepsen wird in der Buchhandlung Pankebuch stattfinden. In Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag und dem Danish Arts Council. Moderation und Lesung übernimmt der Übersetzer Ulrich Sonnenberg.

Eintritt im Vorverkauf 5€ / Abendkasse 7€

Pankebuch – Die schönsten Bücher des Nordens
Wilhelm-Kuhr-Str. 5
13187 Berlin

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25. Oktober | 18.00 Uhr | Europäisches Haus
Lesung Håkan Nesser - Am Abend des Mordes
im Rahmen von "Europa literarisch"

Håkan Nesser stellt seinen Roman "Am Abend des Mordes" vor und spricht mit seinem schwedischen Verleger Magnus Bergh und Thomas Wohlfahrt über das Phänomen des schwedischen Kriminalromans.
Anmeldungen unter: comm-rep-ber-anmeldung@ec.europa.eu

Europäisches Haus
Unter den Linden 78
10117 Berlin

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27. Oktober | ab 16 Uhr | Buchhandlung Pankebuch
Pankebuch wird 1 Jahr!

Kaum zu glauben – ein Jahr ist es her, dass das pankebuch die Türen für Literaturfreunde, Bücherwürmer, Leseratten öffnete! Und alle kamen – zum Stöbern, Schmökern, Reden und Zuhören. Für ein Jahr interessante Begegnungen, anregende Gespräche, schöne Leseabende sagt das Pankebuch  Dank und möchte mit Ihnen/Euch feiern.   

Pankebuch – Die schönsten Bücher des Nordens
Wilhelm-Kuhr-Str. 5
13187 Berlin

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3.2 Film

15. Oktober | 20.00 Uhr | Kino International
Filmpremiere Gnade
mit Birgit Minichmayr, Jürgen Vogel, Matthias Glasner
deutsch-dänisch-norwegische Produktion

Im neuen Drama des bekannten deutschen Regisseurs Matthias Glasner (Der freie Wille) geht es um eine deutsche Familie, die nach Hammerfest zieht, um dort ein neues Leben anzufangen. In dieser nördlichsten Stadt der Welt stellt aber ein schrecklicher Unfall ihr Leben auf den Kopf.

In Zusammenarbeit mit Kim Fupz Aakeson (Drehbuch) aus Dänemark und der norwegischen Produzentin Kristine Knudsen lässt Glasner das besondere Licht und die bezaubernde Natur Nord-Norwegens eine zentrale Rolle spielen.

Kino International
Karl-Marx-Allee 33
10178 Berlin
www.gnade-derfilm.de

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3.3 Theater

12. Oktober | 20.00 Uhr | Schaubühne
Ein Volksfeind – Henrik Ibsen

Doktor Stockmann hat eine Entdeckung gemacht: Das Wasser des Heilbades, ganzer Stolz und Wohlstandssicherung der Stadt, ist verseucht. Ein Besuch des Bades ist geradezu gesundheitsschädlich. Der Öffentlichkeit soll diese Entdeckung selbstverständlich nicht vorenthalten werden — die Redakteure Hovstad und Billing vom „Volksboten“ und auch der Vorsitzende des Vereins der Hausbesitzer, Aslaksen, sichern ihre Unterstützung zu. Allein der Bruder, Bürgermeister der Kleinstadt, kann den kämpferischen Enthusiasmus nicht teilen, bedeutet diese Entdeckung doch einen Imageschaden und somit zwangsläufig wirtschaftliche Einbußen. Kaum rechnet er vor, was eine Sanierung des Bades für jeden Einzelnen an Steuerlast bedeuten würde, schlägt die Stimmung um: Gerade noch gefeiert wird Doktor Stockmann zum Volksfeind erklärt. Doch statt klein beizugeben nimmt Stockmann die Rolle an und hinterfragt grundlegend eine Gesellschaftsordnung, die unter dem Primat wirtschaftlicher Interessen steht. Hausregisseurin Jorinde Dröse spitzt in ihrer Inszenierung den dramatischen Konflikt zu und macht aus dem Badearzt Stockmann eine Frau Doktor Stockmann: Ihr Aufstand richtet sich nicht alleine gegen ein unvernünftiges Wachstumsstreben, sondern ebenso gegen die verkrusteten Strukturen einer patriachalen Gesellschaftsordnung.

Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin
www.schaubuehne.de

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13.,14. und 30. Okotber | Astrid Lindgren Bühne
Pippi Langstrumpf

Wer kennt sie nicht? Pippi Langstrumpf, das stärkste und mutigste Mädchen der Welt! Pippi hat den Kopf voller lustiger Ideen und Späße. Zusammen mit ihren Freunden Thomas und Annika nimmt sie es mit tollpatschigen Dieben, mit Frau Prysselius und gar der Polizei auf.

Astrid Lindgren Bühne im FEZ Berlin
Straße zum FEZ 2
12459 Berlin
www.astrid-lindgren-buehne.de

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3.4 Konzerte

14. Oktober | 20.00 Uhr | Felleshus
Jazzkantine mit “The Mighty Mouse” und Max Nauta/Kattorna

Eintritt frei

Die Königliche Dänische Botschaft lädt ein zur jazzkantine.
Max Nauta & Kattorna eröttnen den Abend. Anschließend spielt das Klaviertrio "The Mighty Mouse", das 2012 bereits ihr zwiten Album veröffentlichte. Die Musik von "The Mighty Mouse" ist experimentierend, offen und ehrlich. Neben eigenen Kompositionen liebt die Band die freie Improvisation.

Anmeldung unter kultur@daenemark.org

Felleshus Berlin
Rauchstr. 1
10787 Berlin

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13. & 14. Oktober | 19.30 Uhr | Radialsystem
Konzert Ólafur Arnalds

Der isländische Musiker und Komponist Ólafur Arnalds spielt mit dem Pianisten und Produzenten Nils Frahm und "A winged victory for the sullen" auf der "Erased Tapes 5th Anniversary Tour".
Das Independent-Label "Erased Tapes" hat sich seit seiner Gründung zu einem Treffpunkt und Schmelztiegel für innovative und einfallsreiche Musiker entwickelt.

Radialsystem
Holzmarktstrasse 33
10243 Berlin
www.radialsystem.de

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17. Oktober | 20.00 Uhr | Prince Charles
Finnish Wave Night

Nordic by Nature organisiert die Finnish Wave Night, bei der dieses Mal die fissnischen Bands "Bands Burning Hearts" und "Big Wave Riders" spielen werden, um dem Berliner Publikum finnische Künstler und Lebenskultur näher zu bringen.

Prince Charles
Prinzenstraße 85 F
10969 Berlin
www.princecharlesberlin.de

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20. Oktober | 17.00 Uhr im Felleshus | 20.00 Uhr im Bi Nuu
Danish Music Day

Spil Dansk Dagen, der Tag der dänischen Musik, ist seit 2001 eine feste Institution in der dänischen Musikszene. Jedes Jahr finden rund 1000 Konzerte über das ganze Land verstreut statt, dazu kommen Auftritte dänischer Musiker im Ausland – dieses Jahr erstmals auch an zwei Orten in Berlin, hier im Felleshus und im Club Bi Nuu in Kreuzberg. Das Programm:

Felleshus, 17.00 Uhr
SIDSEL STORM
CLARA SOFIE
SYLVESTER LARSEN
Eröffnungsrede von Ricco Victor (Leiter von Spil Dansk Dagen)
Eintritt frei
www.nordischebotschaften.org

Club Bi Nuu (im U-Bahnhof Schlesisches Tor) 21.00 Uhr
DÜNÉ (unplugged – Weltpremiere!)
STRAIGHT FROM THE HARP
BJØRN SVIN
SHOTGUN REVOLUTION
Eintritt 12€
www.bi-nuu.de

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3.5 Fachtagung 

25. Oktober | 09.30 bis 15 Uhr | Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal
Schweden, Wallenberg und der Holocaust
schwedisch-deutsche Fachtagung

Raoul Wallenberg, der schwedische Diplomat, der 1944/45 Zehntausende ungarischer Juden in Budapest gerettet hat, ist bis heute umstritten. Denn noch immer weigert sich die russische Regierung, die Umstände aufzuklären, die zum Tod von Wallenberg in einem sowjetischen Gefängnis führten. In der Person Wallenbergs, der heute ein weltweites Vorbild für unerschrockenes, humanitäres Engagement ist, bündeln sich in besonderer Weise die Fragen nach den Handlungsräumen während des Holocaust, sowohl hinsichtlich staatlicher Interventionsmöglichkeiten von außen als auch individuellen Handelns vor Ort. Ein wissenschaftliches, öffentliches Symposium an der Humboldt-Universität am 25. Oktober 2012 wird sich anlässlich des 100. Geburtstages mit dem Holocaust in Ungarn, der schwedischen Diplomatie, den Rettungsaktionen Wallenbergs und sein Verschleppen in die Sowjetunion auseinandersetzen.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Schwedischen Botschaft mit dem Institut für Geschichte und dem Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Centrum Judaicum.

Programm:

9.30 Uhr
Grußwort des Vizepräsidenten für Studium und Internationales der Humboldt-Universität
Prof. Dr. Michael Kämper-van den Boogaart

9.45 Uhr
Grußwort des schwedischen Botschafters in Deutschland
Staffan Carlsson

10.00 Uhr
Schwedische Diplomatie im zweiten Weltkrieg
Prof. Dr. Kent Zetterberg, Führungsakademie der schwedischen Gesamtverteidigung

10.30 Uhr
Die Entstehung des politischen Antisemitismus in Ungarn
Prof. Dr. Ulrich Wyrwa, Zentrum für Antisemitismus an der TU Berlin

11.15 Uhr
Kaffeepause

11.30 Uhr
Die deutsche Vernichtungspolitik in Ungarn
Prof. Dr. Michael Wildt, Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität

12.00 bis 13.00 Uhr
Mittagspause

13.00 Uhr
Wallenberg in Budapest 1944 - Hinter den Kulissen
Gellert Kovacs, Wallenberg-Forscher

13.30 Uhr
Die Biographie Raoul Wallenbergs und die Nachkriegszeit
Ingrid Carlberg, Wallenberg-Biographin

14.00 Uhr
Podiumsdiskussion unter der Leitung von Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen, Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität, und Prof. Dr. Michael Wildt, Institut für Geschichtswissenschaften

Um Anmeldung wird gebeten:
nelli.tuegel@cms.hu-berlin.de
Tel. 030 2093-9748

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3.6 Festivals

bis 12. Oktober | Kino "Eiszeit" und "Moviemento"
Uranium Film Festival

Das Internationale Uranium Film Festival startete erstmals im Mai 2011 in Rio de Janeiro. Es ist das weltweit einzige Festival, das ausschließlich dem Themenkomplex Atomkraft und Radioaktivität gewidmet ist. Dieses Jahr macht es erstmals in Deutschland Station. Vom 4. bis 12. Oktober werden in den Kreuzberger Kinos "Eiszeit" und "Moviemento" die interessantesten und besten Dokumentar- und Spielfilme der Uranium Film Festivals von 2011 und 2012 gezeigt.

12. Oktober | 20.45 Uhr |
Into Eternity (Bis in alle Ewigkeit)
Regie: Michael Madsen | Dänemark 2010

Im Norden Finnlands wird ein "Onkalo" genanntes Endlager für Atommüll gebaut. Fünf Kilometer lange Stollen, die bis in 500 Meter Tiefe reichen, sollen zur endgültigen Lagerung für radioaktives Material dienen, wenn die Anlage Mitte des nächsten Jahrhunderts verschlossen und versiegelt werden wird. Das Projekt hat eine Tragweite, die über das normale menschliche Vorstellungsvermögen hinausgeht: Der dort gelagerte Müll wird für 100.000 Jahre radioaktiv strahlen, die von ihm ausgehende Gefahr also die nächsten 3.000 Generation der Menschheit überdauern.

KINO EISZEIT
Zeughofstr. 20
10997 Berlin

KINO MOVIEMENTO
Kottbusser Damm 22
10997 Berlin

www.uraniumfilmfestival.org

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bis 26. Oktober | Ballhaus Ost und Sophiensäle
Performance Festival Foreign Affairs

Foreign Affairs ist ein Clash von Visionen. Das Festival steht unter keinem bestimmten Thema, sondern ist selbst Thema: 22 starke künstlerische Zeugnisse von 19 starken künstlerischen Persönlichkeiten aus der ganzen Welt, etablierte wie noch unbekannte, in Berlin. Auch Schweden und Isand sind vertreten. 

11. Oktober | Ballhaus Ost
We love Africa and Africa loves us
- Finnland/Schweden

Ein Theaterstück über postkoloniale Allmachtsphantasien und europäische Familienstrukturen.

07. Oktober | Sophiensaele
Erna Ómarsdóttir (eine Performance) - Island

Monster, Fee, Engel und Teufel, so ist die isländische Tänzerin Erna Ómarsdóttir beschrieben worden: eine Naturgewalt. Die Performance ist eine Mischung aus Rockkonzert und Horrorfilm, Totentanz und Orgie.

www.berlinerfestspiele.de

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30. Oktober | 18.00 Uhr | Postbahnhof
Heidenfest - Metalfestival
Kartenpreis 26€

Das Heidenfest hat sich in den letzten Jahren zur absoluten Tour-Instanz gemausert, was Top-Acts in Sachen Heathen/Viking Metal und generell Schlachtgesängen von partytauglich bis martialisch angeht! Und so liest sich auch das Line Up anno 2012 wie der ultimative Wunschzettel eines jeden Metal-Kriegers. Mit dabei sind Wintersun und Korpiklaani aus Finnland, Trollfest aus Norwegen, Varg aus Deutschland und Krampus aus Italien. 

Postbahnhof
Straße der Pariser Kommune 8 
10243 Berlin
www.heidenfest.eu

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3.7 Ausstellungen

10. Oktober - 11. November | Centrum Judaicum
"Mir bleibt keine andere Wahl". Ausstellung zum 100. Geburtstag von Raoul Wallenberg

Verfolgung, Fremdenfeindlichkeit oder Antisemitismus - viele Menschen müssen sich auch heute dagegen zur Wehr setzen. Aber kann das Engagement eines Einzelnen angesichts übermächtiger Strukturen von Unterdrückung und Verfolgung etwas bewirken?

Der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg, der am 4. August 100 Jahre alt geworden wäre, hat darauf eine klare Antwort gegeben und gezeigt, wie Kraft und Entschlossenheit eines Einzelnen von großer Wirkung sein können: In einer beispiellosen Aktion gelang es ihm im Jahr 1944, zehntausende Juden in Budapest vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten zu retten. Sein Einsatz kann auch heute Vorbild für Zivilcourage und Verantwortung sein.

Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Oranienburger Str 28/30
10117 Berlin
www.centrumjudaicum.de

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ab 12. Oktober | 18.00 Uhr | Galerie TOOLBOX
Social Isolation

Die Ausstellung "Social Isolation" in der Galerie TOOLBOX präsentiert Werke folgender Künstlerinnen und Künstler: Maiju Heikkilä (Fin), Anna Tahkola (Fin), Elisabeth Buset (Can), Jonas Mullstager (Ger), Janne Kärkkäinen (Fin), Sampsa Ingren (Fin), Jonna Sivonen (Fin), Anne Rossi (Fin), Erkki Nampajärvi (Fin), Matti Vainio (Fin) and Annika Bergvik-Forsander (Fin).

Galerie TOOLBOX
Novalisstr. 7
10115 Berlin
www.galerietoolbox.com

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bis 16. Oktober | Finnalnd-Institut
Untergrund - Skulpturen von Pekka und Teija Isorättyä

Pekka und Teija Isorättyä bringen in ihrem künstlerischen Schaffensprozess kinetische Skulpturen hervor, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in sich vereinen. Die Arbeitsweise des aus Nordfinnland stammenden Künstlerpaars ist durch organischen Zugang und Dialog geprägt: So bleibt Raum für die männliche wie auch die weibliche Seite des kreativen Prozesses, bei dem sie sich gleichzeitig „direkt am Werk“ auf Augenhöhe begegnen.
In der Ausstellung zeigen die Künstler ihre aktuelle Serie Untergrund: aus Baumwurzeln geformte Tiere und Puppen aus Holz, das in den Straßen Berlins aufgelesen wurde.

Finnland-Institut
Georgenstr. 24
10117 Berlin
www.finnland-institut.de

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ab 17. Oktober | 11.00 Uhr | Finnland-Institut

Diese Ausstellung „zeitgenössischer Illustrationen aus dem Lande des Schnapses und der Blonden“ wirft anlässlich der Weltdesignhauptstadt Helsinki 2012 einen frischen und ungewöhnlichen Blick auf die Bilderwelten Finnlands. Die Schau ist auf ihrer Tournee durch Europa nun auch zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

Finnland-Institut
Georgenstr. 24
10117 Berlin
www.finnland-institut.de

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bis 4. November | Felleshus
Building Blocks – Kinder als Bauherren

Eintritt frei.

Bei Building Blocks geht es um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Bau- und Stadtplanungsprozessen: Sie schlüpfen hier in die Rolle der Bauherren und entwerfen zusammen mit Berliner Architekten fantasievolle Gebäude. Aus den Ideen der Kinder entstanden 5 Häuser, die ab dem 9. September in großem maßstab auf der Ausstellungsfläche der Nordischen Botschaften in Berlin zu sehen sein werden.

Weitere Informationen unter: www.buildingblocksberlin.de

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstr. 1
10787 Berlin
www.nordischebotschaften.org

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3.8 Workshop für Kinder

bis 28. Oktober | sonntags 10.30 Uhr – 14.00 Uhr
Building Future Cities

(Im Rahmen der Ausstellung »Building Blocks – Kinder als Bauherren«)

»Building Future Cities« – welchen Einfluss haben Klimawandel, Raum- und Energiebedarf, veränderte Mobilität, Nahrungsproduktion und demographischer Wandel auf die Stadt? Wie werden wir morgen wohnen, lernen und uns vergnügen? Spielerisch entwerfen wir Visionen zukünftiger Stadträume und testen diese an einem großen Stadtmodell. Dabei schauen wir auch über die Grenzen Berlins hinweg und erhalten Verstärkung von Einrichtungen der baukulturellen Bildung aus den nordischen Ländern.

Eintritt frei.

Sonntag, 21. Oktober, für Kinder im Alter 7-10 Jahre
mit Hildur Steinthorsdottir (Icelandic Design Center, Reykjavik)

Sonntag, 28. Oktober, für Erwachsene aus den Bereichen Architektur, Pädagogik, Stadtplanung
mit Alf Howlid (Norsk Form, Oslo)

Anmeldung und Information: Schwedische Botschaft, Tel. 030-505060, buildingblocks.berlin@foreign.ministry.se

Nordische Botschaften
Rauchstr. 1
10787 Berlin
www.nordischebotschaften.org
www.buildingblocksberlin.de

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3.9 Jeden Monat aufs Neue

26. Oktober | ab 15.00 Uhr
Cafe und Sauna-Abend im Finnland Zentrum

Auch in diesem Monat lädt das Finnland Zentrum wieder zum gewohnten Sauna-Abend ein. Zuvor werden Kaffee und Kuchen gereicht.

Damen 18:00 Uhr
Herren 20:30 Uhr

Suomi Keskus – Finnland Zentrum e.V.
Schleiermacherstraße 24a
10961 Berlin 
www.finnlandzentrum.de

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4 IM NORDEN: 54. Nordische Filmtage Lübeck

Mit 149 Filmen präsentiert sich das Gesamt-Programm der 54. Nordischen Filmtage Lübeck  vom 31. Oktober bis 4. November 2012. Das Filmfestival, europaweit größte Plattform für aktuelles Kino aus Skandinavien, dem Baltikum und Norddeutschland, führt allein von den 15 Filmen im Spielfilm-Wettbewerb vier als Europapremieren und acht Beiträge als Deutschlandpremieren auf.

Vom Regie-Duo Joachim Rønning und Espen Sandberg läuft KON-TIKI als Eröffnungsfilm des Festivals, zu dem die drei Darsteller Pål Sverre Valheim Hagen (er spielt Thor Heyerdahl), Anders Baasmo Christiansen und Tobias Santelmann am 31. Oktober 2012 ihren Film persönlich vorstellen werden. Um den NDR Spielfilmpreis bewirbt sich auch der aktuelle Film von Jan Troell, DAS LETZTE URTEIL. Hierzu besucht, neben dem Regisseur, auch Hauptdarsteller Jesper Christensen das Festival und Jan Troells Tochter Yohanna, die im Film Segerstedts Tochter „Ingrid“ spielt. In Lübeck vertreten sind auch Arild Andresen mit KOMPANIE ORHEIM, dem dritten Teil der Filmtrilogie um Jarle Klepp, oder Saara Cantell mit DAS HAUS UNTER DEM STERNENHIMMEL, die mit Meri Nenonen auch eine ihrer Hauptdarstellerinnen mitbringt.

Neben Newcomern wie dem Langfilmdebüt PEOPLE OUT THERE des lettischen Regisseurs Aik Karapetian zeigen die Nordischen Filmtage Lübeck im Spielfilmwettbewerb auch die neuesten Werke von Susanne Bier (LOVE IS ALL YOU NEED), Thomas Vinterberg (DIE JAGD) oder MARIE KRØYER von Bille August. 90 MINUTEN heißt das neue Regiewerk der Norwegerin Eva Sørhaug, zuletzt 2008 im Festival vertreten. LIEBE AUF FINNISCH von Aku Louhimies wirft einen Blick auf die finnische Gesellschaft, während sein Landsmann Sakari Kirjavainen in DIE STILLE sich Ereignisse im 2. Weltkrieg zum Thema gemacht hat. Die schwedischen Filme BLONDIE (Regie: Jesper Ganslandt) und EAT SLEEP DIE von Gabriela Pichler bilden mit ihren jeweiligen Darstellerinnen kraftvoll die Gegenwart ab. Sara Johnsens Film DIE UNSCHULD behandelt eine leidenschaftliche Affäre, Hauptdarsteller Kristoffer Joner spielt auch in KOMPANIE ORHEIM.

Als Filmgäste aus Deutschland werden der Schauspieler Florian Lukas (INTO THE WHITE), die Regisseure Lars Jessen zu FRAKTUS, Jan Georg Schütte mit LEG IHN UM! oder Tim Staffel mit WESTERLAND erwartet. Die jungen Schauspieler Maria Dragus und Jonas Nay sind in diesem Jahr Mitglieder der Kinder- und Jugendfilmjury.

Die 54. Nordischen Filmtage Lübeck vergeben acht Preise, die am 3. November 2012 bei der Filmpreisnacht Gala verliehen werden. Das CineStar Filmpalast Stadthalle (Mühlenbrücke 11), das Kolosseum (Kronsforder Allee 25) und zwei Kirchen sind in diesem Jahr Spielstätten.

Alle Vorführzeiten und Programmdetails der 54. Nordischen Filmtage Lübeck stehen ab 21. Oktober unter www.filmtage.luebeck.de zur Verfügung.

5 Der NORDEN in TV und Radio

Der Oktober im TV ist vollgepackt mit Krimis und packenden Spielfilmen. Krimi-Fans werden zufrieden sein. Es werden zahlreiche Filme aus der Wallander-Reihe von Mankell gezeigt, die neuen Fälle von Kommissar Beck ausgestrahlt und der Privatdetektiv Varg Veum erscheint ebenfalls mit der Reihe "Der Wolf" auf der Bildfläche. Aber auch Dokumentationen, Spielfilme für die ganze Familie und die wunderbare Reihe der Olsenbande werden im Oktober gezeigt.
Hier eine Auswahl. Das vollständige Programm finden Sie unter "Kulturtipps" - "Fernsehtipps" auf unserer Homepage.

MDR | 13. Oktober | 13.00 Uhr

Finnlands blaue Seen

Blaue Seen, grüne Inseln, Ruhe und Natur bieten die faszinierende Landschaft rund um den See Saimaa im Osten Finnlands.  Von Lappeenranta im Süden nach Joensuu im Norden: In der Region gibt es noch richtige Sommer und in den Wäldern massenhaft Blaubeeren. Urlauber finden dort noch ihr ganz privates Gewässer für den morgendlichen Sprung ins erfrischende, glasklare Nass.

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RBB | 14. Oktober | 13.55 Uhr

Die Olsenbande und ihr großer Coup

Die Straßen von Kopenhagen sind während des Fußball-Pokalspiels menschenleer. Ungestört bedienen sich Egon Olsen, Kjeld und Benny am Hausrat eines Staatsanwaltes, während dieser gebannt vor dem Fernseher sitzt. Der dreiste Coup geht dennoch schief. Noch am Tatort entwendet der "König" dem verdutzten Kjeld die Beute. Egon muss für die missglückte Tat wieder einmal hinter Gitter, wo er einen raffinierten Plan ausheckt. Tatsächlich raubt die Olsenbande nach Egons Entlassung auf spektakuläre Weise einen Geldtransporter aus und erbeutet dabei vier Millionen Kronen.

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ARD | 15. Oktober | 21.00 Uhr

Mankells Wallander – Diebe

Drei Familienväter aus einer wohlhabenden Wohngegend von Ystad gründen eine Bürgerwehr, um sich gegen Einbrüche zu schützen. In ihrem Eifer ertappen sie einen polnischen Schwarzarbeiter scheinbar auf frischer Tat und richten ihn übel zu. Tags darauf wird der Mann von seiner besorgten Ehefrau als vermisst gemeldet. Die Polizei will den Routinefall rasch zu den Akten legen, doch Wallanders Spürsinn ist geweckt. Als der Kriminaltechniker Nyberg auf dem Handy des verschwundenen Polen das Foto einer Frauenleiche entdeckt, vermutet der Kommissar einen Doppelmord. Die Ermittlungen laufen nun auf Hochtouren - doch die Polizei findet keine Leiche.

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EinsFestival | 16. Oktober | 22.00 Uhr

Der Wolf – Tote Hunde beißen nicht

Nach einem brutalen Polizeieinsatz stirbt der 18-jährige Migrant Mikael Adu (Michael Nagbe). Der rechtsgerichtete Politiker Einar Bergene (Kyrre Haugen Sydness) nimmt die Polizisten in Schutz und spricht öffentlich von 'einem Sieg für die Rechtssicherheit des Landes', worauf es auf den Straßen zu heftigen Krawallen kommt.
Auch Varg Veum (Trond Espen Seim) ist verärgert über Bergenes unverhohlene Fremdenfeindlichkeit, zudem kannte er den Jungen noch aus seiner Zeit als Sozialarbeiter.

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WDR | 17. Oktober | 22.55 Uhr

Maria Wern, Kripo Gotland - Und die Götter schweigen

Nach dem Tod ihres Mannes ließ Kriminalinspektorin Maria Wern (Eva Röse) sich auf die Insel Gotland versetzen, wo die Polizei sich normalerweise nur mit Ladendiebstahl und Trunkenheit am Steuer befasst. Zeit zum Kraft tanken bleibt ihr nicht, denn in der Nacht zur Sonnenwendfeier schockt ein bestialischer Mord die Bewohner von Visby. Ein 57-jähriger Elektriker, nach seinem privaten Telefonbuch ein umtriebiger Frauenheld, wurde mit einem Speer durchbohrt und an einem Baum aufgehängt. Um ihn herum baumeln neun geschlachtete Tiere. Der Täter kopierte offenbar einen neun Jahre zurückliegenden Ritualmord.

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MDR | 22. Oktober | 22.50 Uhr

Schwarze Ernte

Dänemark um die Jahrhundertwende. Der Großgrundbesitzer Nils Uldahl-Egeherrscht despotisch über seine Familie. Sein Jähzorn hat ihm überall Feinde gemacht, seine Verschwendungssucht droht alles zunichte zu machen, was seine Vorfahren aufgebaut haben. Seine Frau Line hat längst aufgegeben und sich in ihre eigene Welt zurückgezogen. Unfähig zu handeln sieht sie schweigend zu, wie ihr Mann die Kinder zu seelischen Krüppeln macht.
Nur die jüngste Tochter, die 17-jährige Clara, scheint die innere Kraft zu haben, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

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EinsFestival | 27. Oktober | 00.10 Uhr

Håkan Nesser: Münsters Fall

Van Veeteren (Sven Wollter) ist in Pension gegangen, und sein Ziehsohn Münster (Thomas Hanzon) will sich durch den ersten eigenen Fall profilieren. Mit Feuereifer stürzt er sich in die Ermittlungen im Mordfall des prominenten Weinhändlers Leverkuhn, doch sein bürokratischer Chef Reinhart (Philip Zandén) traut ihm nichts zu: Über jeden Ermittlungsschritt will der misstrauische Vorgesetzte unmittelbar informiert werden.
Münster ist angefressen, und das gespannte Verhältnis zu seiner Frau wird dadurch nicht besser.

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MDR | 31. Oktober | 04.00 Uhr

Reisebilder Island

Islands bekanntester und atemberaubendster Wanderweg führt durch das südliche Hochland von Landmannalaugar nach Thorsmörk. Er ist 55 Kilometer lang und bietet alles, was isländische Landschaft und Natur so faszinierend macht: bunt schimmernde Berge Lavawüsten, heiße Quellen und Schlammpötte, liebliches Moosgrün, endemische Pflanzen, große Blicke und ständig wechselndes Wetter.

6 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN

SE: Neues von Jan Guillou

Der Schwede, der in Deutschland vor allem durch seine „Kreuzritter“-Romane mit dem Helden Arn bekannt geworden ist, veröffentlicht nun die nächste historische Buchtrilogie. Diesmal stehen das 20. Jahrhundert und die großen Veränderungen dieser Zeit im Mittelpunkt. Der erste Teil „Die Brückenbauer“ erschien im August in Deutschland. Darin wurde die Geschichte zweier,  von insgesamt drei Brüdern aus Norwegen erzählt, die ein Stipendium an der Technischen Hochschule Dresden erhalten und so zu erfolgreichen Ingenieuren werden. Lauritz kehrt nach Norwegen zurück, während Oscar nach Deutsch-Ostafrika geht. Der Folgeroman „Dandy“ ist nun im September in Schweden erschienen und erzählt die Geschichte des dritten Bruders Sverre. Wann das Buch auf Deutsch veröffentlicht wird, ist noch unklar.  (Quelle: Svenska Dagbladet, Piratförlaget)

SE: Diskussion um ”cooles schwarzes Mädchen”

Eine Kinderbuchverfilmung sorgt aktuell in Schweden für Aufregung. Dem Film „Liten skär och alla små brokiga“, der im September in Schweden in die Kinos kam, wird Rassismus vorgeworfen. Eine der Figuren - "Hjärtat",  sei mit seinem schwarzen Gesicht, abstehenden Flechtzöpfen und dicken, weißen Lippen ein Stereotyp und propagiere damit Rassismus , so der Vorwurf. Die Produzenten weisen die Vorwürfe von sich. Sie wollten lediglich ein "cooles schwarzes Mädchen" zeigen. Der Film solle den Jüngsten vermitteln, dass jeder Mensch anders und es wichtig sei, dies zu tolerieren und verständnisvoll miteinander umzugehen. Die Verfilmung basiert auf den gleichnamigen Kinderbüchern von Carin Wirsén. Die Erzählerstimme übernahm, in diesem, für die kleinsten Zuschauer gemachten, Trickfilm der bekannte schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård. (Quelle: Avpixlat, Svenska Dagbladet)

SE: „Hyptnotisören“ ist Schwedens Oscarbeitrag

Der schwedische Oscarbeitrag in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“ ist „Hypnositören“ (Der Hypnositeur) von Regisseur Lasse Hallström.  Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lars Kepler. Auf  der Suche nach einem Massenmörder versucht Kriminalkommissarin Joona Lina durch den Hypnotisör, den einzigen Zeugen, einen schwer traumatisierten Jungen zu vernehmen. Als Lina jedoch erfährt dass er noch eine Schwester hat, beginnt der Kampf mit der Zeit. Es ist der erste schwedische Film seit 25 Jahren für den Hollywood-Regisseur Lasse Hallström. (Quelle: Sydsvenskan, Albert Bonniers Förlag)

DK: 1,6 Millionen sahen „Forbrydelsen III“ (Verbrechen III)

Sarah Lund hat es schon wieder geschafft: Sie ist der Grund, dass sich Millionen von Dänen vor ihrem Bildschirm fesseln lassen. Die erste Folge von „Forbrydelsen III“ , die gerade von DR ausgestrahlt wurde, sahen 1,6 Millionen Zuschauer. Das sind 60 Prozent aller dänischen Fernseher, die zwischen 20 und 21 Uhr eingeschaltet waren. Damit hält die Serie das Niveau vom Start der zweiten Staffel 2009, als 1,7 Millionen zusahen. Auch damals hatte die Krimiserie 60 Prozent der Zuschauer vor den Fernseher gelockt. Den Zahlen der DR Medienforschung zufolge bewerteten die Zuschauer die erste Folge durchschnittlich mit 4,4 auf einer Skala von 1 als sehr schlecht bis 5 als sehr gut. Auch von der dänischen Kritik wurde die Serie erneut positiv aufgenommen. (Quelle: Danmarks Radio)

IS: Halldór Laxness wird verfilmt

Das Buch des Nobelpreisträgers Halldór Laxness „Sjálfstætt fólk“ („Sein eigener Herr“) wird von dem isländischen Regisseur Baltasar Kormákur verfilmt.  Kormákur sagte, dies sei für die Isländer „das große Buch, und ich habe schon lange davon geträumt, einen Film daraus zu machen“. Der Roman handelt von dem engstirnigen Bjartur, der – um sein Anwesen und damit seine Unabhängigkeit zu behalten – alles opfert, unter anderem auch die Gesundheit seiner eigenen Familie. Wer die Hauptrolle Bjartur spielen wird, ist allerdings noch unklar. Kormákur kaufte ebenfalls die Rechte an Laxness´ Buch „Die glücklichen Krieger“. (Quelle: Morgunblaðið, Steidl Verlag)

NO: Falsche Ibsen- und Hamsun-Dokumente verkauft

Ein Osloer Gericht hat einen Mann zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, der falsche Manuskripte und andere Dokumente der bekannten norwegischen Schriftsteller Hamsun und Ibsen verkauft hatte. Der Mann muss zusätzlich zu dieser Gefängnisstrafe 695 000 Kronen an die norwegische Nationalbibliothek zahlen und dem Antiquariat den Betrag erstatten, für den es die Fälschungen von ihm erhielt. Der Mann beteuerte während der sieben Wochen andauernden Verhandlung seine Unschuld. Er habe die Manuskripte von reichen, verstorbenen SS- und NS-Veteranen erworben. Das Gericht verwies in seinem Urteil auf die Bedeutung, die diese Fälschungen für Kultur- und Literaturgeschichte hätten haben können: „Da Handschriften und Handschriftensammlungen hauptsächlich von Forschern, Historikern und Biographie-Schreibern untersucht werden, ist es außerordentlich wichtig, dass diese Quellen auch wirklich authentisch sind. Falsche Dokumente können zum Beispiel zu einer falschen Geschichtsschreibung führen“. (Quelle: Aftenposten)

NO: Norwegischer Historienfilm in 55 Länder verkauft

Bereits vor dem Kinostart des Films „Flukt“ (Die Flucht) in Norwegen ist die norwegische Großproduktion in 55 Länder verkauft worden. Darunter unter anderem Deutschland, Frankreich, USA, Spanien, Großbritannien und Kanada. Im NORDISCHEN FILMKLUB wird der Film am 3. April 2013 in einer PREVIEW zu sehen sein. In dem Film wird eine Familie im Jahre 1363 auf der Suche nach besseren Verhältnissen von Räubern ermordet. Nur die neunjährige Signe überlebt und flieht. (Quelle: Dagbladet, Addressavisen)

SE: Gunilla Bergström erhält königliche Medaille

Der schwedischen Kinderbuchautorin und Illustratorin Gunilla Bergström wurde für ihre Arbeit am die königliche Medaille verliehen. Die älteste Regierungsmedaille in Schweden wird für kulturelle, wissenschaftliche und andere allgemeinnützige Zwecke verliehen. Gunilla Bergström ist am bekanntesten für ihre Buchreihe über Alfons Åberg (in Deutschland Willi Wiberg), von denen es inzwischen 25 Bücher gibt, die in insgesamt 30 Sprachen übersetzt wurden. Bergstörm war die erste, die einen Pappa statt einer Mamma in das Zentrum der Geschichte stellte und die Kollage als erzählendes Element in die Bilderbuchwelt einführte. Die Autorin freute sich sehr über die Auszeichnung: "Es ist schön dass die Kultur für Kinder mal im Vordergrund steht. Ich bin total überrumpelt." (Quelle: Rabén & Sjögren)

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